cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem

cobas m 511


cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem
 

Ein neues Zeitalter in der automatisierten Analyse von Blutzellen

Dank der Bloodhound®-Technologie vereint das cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem die Zellerkennung, Zellklassifizierung und Zellzählung in einem System. Das System stellt Blutausstriche her, färbt diese an und analysiert sie anhand der digitalen Aufnahmen.

Das cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem zählt, identifiziert, isoliert und kategorisiert Leukozyten, Erythrozyten und Thrombozyten und zeigt digitale Bilder dieser Zelltypen. Das kleine Blutbild und ein Differenzialblutbild werden ebenfalls numerisch auf dem Bildschirm angezeigt. Die BMA‘s (Biomedizinische AnalytikerIn) können sich so auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren, wie das Finden und  Klassifizieren auffälliger Zellen in einer Patientenprobe.

cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem im Labor

Ansicht der Zellen

 

Mechanik

 

All-In-One

Die Bloodhound®-Technologie kombiniert auf einzigartige Weise die Zellerkennung, Zellklassifizierung und Zellzählung anhand einer digitalen Aufnahme eines angefärbten Blutausstriches - alles integriert in einem kompakten System, 106 cm breit und 142 cm hoch.

 

cobas m 511

Voll integriert

Das cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem erstellt ein kleines Blutbild und ein Differenzialblutbild, analysiert automatisch die Retikulozyten und braucht für den Betrieb deutlich weniger Reagenzien als andere Systeme auf dem Markt.

Nach der Verarbeitung stellt das cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem dem Anwender auf dem Bildschirm eine umfassende Ergebnispalette zur Verfügung. Die Bildgalerien der Zellen, sortiert nach Leukozyten, Erythrozyten und Thrombozyten werden von der Software in Form einer integrierten, interaktiven Anzeige aufbereitet.

Das System isoliert ausserdem nicht klassifizierte Zellen von besonderem Interesse und legt sie zur Klassifizierung vor. Die Klassifizierungsentscheidungen werden aufgezeichnet und können bei Bedarf nachträglich überprüft werden.

 

cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem: Step-by-Step

Sehen Sie wie eine Probe step-by-step mit der Bloodhound®-Technologie prozessiert wird.

Das cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem ist ein kompaktes System für enge Platzverhältnisse. Das System verbraucht weniger Reagenzien als herkömmliches, durchflussbasierte Hämatologiesysteme und trägt so zur Verbesserung der internen Laborlogistik und des Reagenzienhandlings bei.

cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem

Tiefe: 78,4 cm
Breite: 106,7 cm
Höhe: 142,2 cm
Spannung: 100 V bis 240 V Wechselstrom
Frequenz: 47 Hz bis 63 Hz, einphasig
Max. ständ. Leistungsaufnahme: 1900 W
Betriebstemperatur: 15°C bis 30°C
Lagertemperatur: -28°C bis 60°C
Relative Luftfeuchtigkeit: 20% bis 80%, nicht kondensierend

Bildschirm

Höhe: 45,1 cm
Breite: 53,8 cm
Tiefe: 18,85 cm
Gewicht: 9,3 kg
Spannung: 100 V bis 240 V Wechselstrom
Frequenz: 50 Hz bis 60 Hz, einphasig
Max. ständ. Leistungsaufnahme: 205 W (Modell 21,5 Zoll), 310 W (Modell 27 Zoll)
Betriebstemperatur: 10°C bis 35°C
Lagertemperatur -20°C bis 47°C
Relative Luftfeuchtigkeit: 5% bis 95%, nicht kondensierend

Parameter

Erythrozyten
  • RBC – Erythrozytenzahl
  • HCT – Hämatokrit
  • MCV – Mittleres Erythrozytenvolumen
  • RDW – RBC Verteilungsbreite
  • RDW–SD – RBC Verteilungsbreite - Standardabweichung
  • #NRBC – Erythroblastenzahl
  • %NRBC – Erythroblasten in Prozent
Hämoglobin
  • Hgb – Hämoglobinkonzentration
  • MCH – Durchschnittliche Hämoglobin-Menge pro Erythrozyt
  • MCHC – Mittlere korpuskuläre Hämoglobinkonzentration

 

Thrombozyten
  • PLT – Thrombozytenzahl
  • MPV – Mittleres Thrombozytenvolumen

 

Leukozyten
  • WBC – Leukozytenzahl
  • #NEUT – Absolute Neutrophilenzahl
  • %NEUT – Neutrophile in Prozent
  • #LYMPH – Absolute Lymphozytenzahl
  • %LYMPH – Lymphozyten in Prozent
  • #MONO – Absolute Monozytenzahl
  • %MONO – Monozyten in Prozent
  • #EOS – Absolute Eosinophilenzahl
  • %EOS – Eosinophile in Prozent
  • #BASO – Absolute Basophilenzahl
  • %BASO – Basophile in Prozent
Retikulozyten
  • #Retic – Retikulozytenzahl
  • %Retic – Retikulozyten in Prozent

 

Qualitätskontrolle

In die grafische Oberfläche des cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem sind mehrere Qualitätskontrollen integriert. Sie sollen die Subjektivität bei der  Zellidentifikation reduzieren und die Qualität der Ergebnisse Probe für Probe standardisieren.

Verbrauchsmaterialien

Das cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem verbraucht sehr wenig Färbematerial und Reagenzien. Unser kleines, leistungsstarkes DigiMAC3™ Färbepaket enthält zwei Färbemittel à 250 ml und je ein Wasch- und Fixiermittel à 500 ml. Mit einem Färbepaket werden ca. 1000 Zyklen durchgeführt.

Alle Reagenzien im 23,4 cm x 10,8 cm x 15,24 cm grossen DigiMAC3™  Färbepaket sind so aufeinander abgestimmt, dass sie gleichzeitig aufgebraucht sind.

Die BMA kann ein neues DigiMAC3™ Färbepaket einsetzen, während der Analyzer die Probenverarbeitung fortsetzt. Das interne Reservoir für 25 Zyklen, sichert den unterbrechnungsfreien Austausch des DigiMAC3™ Färbepaket. Dies steigert die Effizienz Ihres Labors.

Die grössten Vorteile des cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem

Dr. Zahniser berichtet über die grössten Vorteile des  cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem

Die zukunftsorientierte Bloodhound®-Technologie ist das Kernstück des cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem, der mit diesem einzigartigen Ansatz das neue Feld der digitalen Hämatologie betritt.

Die Bloodhound®-Technologie analysiert die Morphologie der einzelnen Zellen und gibt die Ergebnisse der Analyse als detailliertes Bild für die weitere Bearbeitung durch den Anwender aus. Die BMAs haben zwar weiterhin die Möglichkeit, sich die Objektträger unter dem Mikroskop anzusehen, aber die Bloodhound®-Technologie liefert Bilder Zelle für Zelle, sodass in vielen Fällen keine mikroskopische Überprüfung mehr notwendig ist.

Im Gegensatz zu den üblichen indirekten Messmethoden, die in der modernen
Blutanalyse angewendet werden - hauptsächlich Impedanz- und Durchflusszytometrie - bildet die Bloodhound®-Technologie die einzelne Zelle direkt ab. Auf Grundlage dieser direkten Abbildungen analysiert die Bloodhound®-Technologie die Morphologie jeder einzelnen Zelle, zählt sie und klassifiziert dann alle Zellen im Ansichtsbereich. Als Ergebnis werden ein kleines Blutbild, ein Differenzialblutbild und eine Retikulozytenzählung angezeigt.

Hier können Sie sich die wissenschaftliche Entwicklung ansehen, die der Bloodhound®-Technologie im cobas m 511 Hämatologie-Analysensystem zugrunde liegt.

So funktioniert die Bloodhound®-Technologie

Mit Hilfe der Bloodhound®-Technologie wird ein monolayer Blutausstrich hergestellt. Ein automatisches Mikroskop zählt und klassifiziert die Leukozyten (WBC) und die Erythrozyten (RBC) auf dem Objektträger.

Ausserdem erfasst das System die Koordinaten von 600 bis 700 zufällig  ausgewählten Leukozyten für die weitere Klassifizierung. Dabei erstellt ein Mikroskop mit starker Vergrösserung Bilder der vorher ausgewählten Leukozyten für das Differenzialblutbild und identifiziert und zählt die Thrombozyten.

Zusätzlich zum kleinen Blutbild und zum Differenzialblutbild misst das System das mittlere korpuskuläre Volumen (MCV), sowie die durchschnittliche  Hämoglobinmenge in den Erythrozyten (MCH), zählt die Retikulozyten und ermittelt die Gesamthämoglobinkonzentration.

Sobald das System eine Zelle findet, die nicht eindeutig zu identifizieren ist, wird diese Zelle als «unklassifiziert» («unclassified») markiert und auf dem Bildschirm zur nachfolgenden Klassifizierung durch die BMA hervorgehoben.

Die Bloodhound®-Technologie ist mit einem hochauflösenden Bildschirm ausgestattet, die es BMAs und Hämatologen ermöglicht, Zellen einzeln zu prüfen.

Dies geht weit über das hinaus, was üblicherweise im Abbildungsbereich eines Mikroskops zu erkennen ist. Die Bloodhound®-Technologie zeigt die einzelnen Leukozyten (WBC), Erythrozyten (RBC) und Thrombozyten (PLT) auf dem  hochauflösenden Bildschirm an und ordnet sie in die zellspezifischen Bildgalerien ein. Es ist auch möglich, RBC nach Grösse, Form und Hämoglobinkonzentration  sowie PLT nach Grösse und Granularität zu sortieren. Alle Zellbilder in den verschiedenen Galerien können vergrössert werden, damit die Struktur und Morphologie der einzelnen Zelle noch genauer geprüft werden kann.

Alle Zellen, die aufgrund morphologischer oder anderer Abweichungen nicht klassifiziert werden können, werden durch die Bloodhound®-Technologie erkannt und dem Anwender zur Beurteilung präsentiert.

Registerkarte "Review"
 

Die Übersichtsanzeige auf dem Bildschirm führt alle Fälle auf, deren Ergebnisse für die Überprüfung durch die BMAs zur Verfügung stehen. Das Labor kann das System so einstellen, dass alle Normalfälle automatisch freigegeben werden. Dann zeigt die Übersichtsanzeige nur die Fälle an, die markiert wurden.

Patientenergebnisse
 

Die Ergebnisse jedes Einzelfalls werden auf einem umfassenden Prüfbildschirm dargestellt, der die Daten und Ergebnisse des kleinen Blutbilds und des Differenzialblutbilds anzeigt. Alle nicht klassifizierten Zellen werden oben rechts auf dem Bildschirm angezeigt. Über die Review-Registerkarten am linken Bildschirmrand gelangt man zu den detaillierteren Ansichten der WBC-, RBC- und PLT-Ergebnisse sowie zu den dazugehörigen Bildern.

Manuelle Differenzierung

In der WBC-Registerkarte werden die Ergebnisse des Differenzialblutbilds als Bildergalerie nach Zelltyp dargestellt. Alle nicht klassifizierten Zellen werden oben auf dem Bildschirm einzeln angezeigt.

Fernbefundung

Die Bilder können auch auf entfernten Betrachtungsstationen angesehen werden.

Erythrozytenmorphologie

Um die Befundung zu erleichtern, werden die Erythrozyten in einer eigenen Galerie angezeigt. Diese Galerie kann nach Zellgrösse und Farbe sortiert werden.

Thrombozytenmorphologie

Die Thrombozyten werden in einer eigenen Galerie dargestellt und nach Grösse sortiert. Riesenthrombozyten und Verklumpungen werden oben auf dem Bildschirm angezeigt.

Thrombozytenauswahl

Bei Bedarf kann man einen bestimmten Abbildungsbereich, der Thrombozyten enthält, mit einem Mausklick vergrössern.

Klassifizierte Zellen

Bei Bedarf können Proben mit auffälligen Zellen nach der ersten Prüfung zur weiteren Befundung an einem entfernten Bildschirm geschickt werden.

Ergebnisfreigabe

Nachdem alle nicht identifizierten Zellen klassifiziert wurden, können die Ergebnisse dieses Falls für das LIS (Lab Information System) freigegeben werden.

Übersichtstabelle
 

Diese Tabelle zeigt den Status aller Qualitätskontrolloptionen an. Ein Farbcode repräsentiert den Status des letzten Kontrolllaufs und die Meldungen in der Tabelle geben die Gesamtzahl der Warnungen oder Ausfälle an. Unten rechts wird das Intervall des letzten Laufs angezeigt.

Verfahren der Zellklassifizierung

Die Klassifizierung nicht identifizierter Zellen ist ganz leicht. Klicken Sie einfach auf eine bestimmte Zelle, um die Abbildung zu vergrössern. Wählen Sie dann den passenden Zelltyp aus dem Drop-down-Menü aus. Klassifizierte Zellen werden in der ausgewählten Kategorie gespeichert. Ausgegraute Bilder auf dem Bildschirm bedeuten, dass die Aktivität durchgeführt wurde.

Levi-Jennings-Diagramme
 

Die Diagramme sind nach Parameter sortiert und können auf allen Kontrollebenen gleichzeitig angesehen werden. Dies gilt für aktuelle und frühere Chargennummern.

Sehen Sie sich an, wie Ergebnisse am Bildschirm überprüft werden.