Elecsys® Präeklampsie (sFlt-1 & PlGF)

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Die Präeklampsie tritt in 3-5% aller Schwangerschaften als Komplikation auf. Sie ist eine der Hauptursachen für maternale und fetale Morbidität und Mortalität.

Bei sehr unspezifischen klinischen Anzeichen sind die Hypertonie und Proteinurie immer noch die beiden Hauptdiagnosekriterien für die Präeklampsie. Ein laborchemischer Test, der die tatsächlichen pathophysiologischen Mechanismen dieser Erkrankung erfasst, ermöglicht eine spezifische Diagnose der Erkrankung, ein effektives klinisches Management und ein verbessertes Outcome für Mutter und Kind.

Unterstützung für klinische Entscheidungsfindung

Die beiden innovativen Biomarker Elecsys sFlt-1 und Elecsys PlGF von Roche stellen einen weiteren, zusätzlichen Puzzlestein für den Arzt als Hilfestellung in der Diagnostik der Präeklampsie dar. Im Management dieser Schwangerschaftserkrankung helfen diese beiden Marker, jene Patientinnen zu identifizieren, die eine intensivierte Therapie benötigen. In kritischen Situationen mit unspezifischen klinischen Bildern helfen diese beiden objektiven Parameter bei der klinischen Entscheidungsfindung und rechtzeitigen Intervention.

Der Quotient von Elecsys sFlt-1 und Elecsys PlGF hat sich als wertvoller erwiesen als die beiden Parameter einzeln. Gemeinsam mit dem klinischen Erscheinungsbild ist der Quotient dieser beiden Biomarker ein objektives Tool für die Erhärtung der Verdachtsdiagnose der Präeklampsie. Neueste Publikationen zeigen, dass der Quotient mit der Schwere der Präeklampsie korreliert und so eine Abschätzung der Notwendigkeit einer akuten Entbindung ermöglicht.

Fortschritte in der Präeklampsie-Diagnose

  • Präeklampsie ist eine gravierende Schwangerschaftskomplikation, die sowohl die Mutter als auch das ungeborene Kind betrifft.
  • Präeklampsie ist eine progressive und unvorhersehbare Erkrankung, die nur durch die Geburt beendet werden kann. Die klinische Manifestation und der anschliessende klinische Verlauf einer Präeklampsie sind sehr unterschiedlich, was die Diagnose und Einschätzung des Krankheitsverlaufs so schwierig macht.
  • Die Ursachen einer Präeklampsie sind derzeit noch nicht eindeutig geklärt, aber es mehren sich die Hinweise, dass Angiogenesefaktoren wie der Plazentawachstumsfaktor (placenta growth factor, PlGF) und die lösliche fms-ähnliche Tyrosinkinase-1 (soluble fms-like tyrosin kinase, sFlt-1) eine grosse Rolle bei der Entwicklung einer Präeklampsie spielen.

Der sFlt-1/PlGF-Quotient

  • Der Elecsys sFlt-1 Immunoassay und der Elecsys PlGF Immunoassay sind zuverlässige automatisierte Labortests zur Unterstützung der Präeklampsie-Diagnose.
  • Eine einfache Blutuntersuchung liefert jetzt eindeutige, zuverlässige Ergebnisse, mit denen die Risikopatientinnen für diese möglicherweise lebensgefährliche Komplikation identifiziert werden können.
  • Die Elecsys sFlt-1- und PlGF- Biomarker haben das Potenzial für grosse Fortschritte in Diagnose und Management von Präeklampsie.

Testeigenschaften

  sFlt-1 PIGF
Testdauer 18 Min. 18 Min.
Probenmaterial Serum Serum
Probenvolumen 20 µL 50 µL
Nachweisgrenze zirka 6 pg/mL < 2 pg/mL
Messbereich 10–85 000 pg/mL 3–10 000 pg/mL
Ungenauigkeit < 5% < 5%

Klinische Performance des Elecsys sFlt-1/PlGF-Quotienten

  • Hervorragende klinische Performance mit einem einzigen Cutoff von 85: Sensitivität 82%, Spezifität 95%
  • Präeklampsie in früher Gestationsphase: Rule-in-Cutoff von 85 mit 99,5% Spezifität und Rule-out-Cutoff von 33 mit 95% Sensitivität
  • Präeklampsie in später Gestationsphase: Rule-in-Cutoff von 110 mit 95,5% Spezifität und Rule-out-Cutoff von 33 mit 89,5% Sensitivität

Ihr Nutzen

  • Zuverlässige Tests für die Früherkennung von Präeklampsie
    Elecsys sFlt-1 und PlGF Immunoassays für Präeklampsie sind die ersten zugelassenen automatisierten Diagnosetests für eine schnelle und einfache Beurteilung in einem klinischen Kontext.
  • Frühe Diagnose für bessere Behandlungsergebnisse
    Eine frühe und präzise Diagnose ermöglicht ein effektives klinisches Management und verbessert die Behandlungsergebnisse für Mutter und Kind
  • Zuverlässige Ergebnisse
    Der sFlt-1/PlGF-Quotient ist eine zuverlässige Methode, um zwischen den verschiedenen Arten von Schwangerschaftshypertonie zu unterscheiden und die Ärzte bei der Differenzialdiagnose einer Präeklampsie zu unterstützen.

Verlohren, S. et al. (2016). Predictive Value of the sFlt-1:PIGF Ratio in Women with Suspected Preeclampsia. The NEW ENGLAND JOURNAL of MEDICINE. Vol. 374 No.1.

Verlohren, S. et al. (2010). An automated method for the determination of the sFlt-1/PIGF ratio in the assessment of preeclampsia. Am J Obstes Gynecol 202:161, e1-11.
Summary:
Elecsys automated assays allow fast and easy assessment of sFlt-1, PlGF and the sFlt-1/PlGF ratio in a clinical context. The sFlt-1/PlGF ratio has a superior diagnostic ability compared to either of the biomarkers alone. Calculation of the sFlt-1/PlGF ratio can assess preeclampsia with high sensitivity and specificity.

Verlohren, S., Stepan, H., Dechend, R. (2012). Angiogenic growth factors in the diagnosis and prediction of pre-eclampsia. Clin Sci (Lond) 122(2), 43-52.
Summary:
Second trimester sFlt-1/PIGF ratio was found to be useful as an aid in the prediction and diagnosis of preeclampsia. The addition of sFlt-1/PIGF to Doppler ultrasound was found to improve the sensitivity and specificity of Doppler ultrasound alone.

Hagmann, H. et al. (2012). The promise of angiogenic markers for the early diagnosis and prediction of preeclampsia. Clin Chem 58(5), 837-45.
Summary:
Angiogenic markers, in particular sFlt-1/PlGF, have been shown to be useful in the differential diagnosis of hypertensive disorder of pregnancy and in predicting the development of adverse outcomes and preterm delivery.

Verlohren, S. et al. (2012). The sFlt-1/PlGF ratio in different types of hypertensive pregnancy disorders and its prognostic potential in preeclamptic patients. Am J Obstet Gynecol; 206, 58.e1-8.
In preeclampsia/HELPP the sFlt-1/PIGF ratio is significantly higher than in other hypertensive disorders in pregnancy and controls and indicates an increased risk of imminent delivery. The sFlt-1/PIGF ratio may therefore have clinical value for clinical management, counseling and risk anticipation.

Rana, S. et al. (2012). Angiogenic factors and the risk of adverse outcomes in women with suspected preeclampsia. Circulation 125(7), 911-9.
Summary:
The sFlt-1/PlGF ratio correlates with a higher risk of adverse outcomes and imminent delivery especially in women presenting at < 34 weeks. In women with suspected preeclampsia presenting at 34 weeks, circulating sFlt1/PlGF ratio predicts adverse outcomes occurring within 2 weeks. The accuracy of this test is substantially better than that of current approaches and may be useful in risk stratification and management.