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TORCH Diagnostik

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Unter der im Jahr 1971 von Nahmias et al. eingeführten Abkürzung TORCH sind Pathogene zusammengefasst, die gefährliche Infektionen bei Neu- und Ungeborernen verursachen. Die Liste beinhaltet die Erreger Toxoplasma und Rubella, das Cytomegalievirus (CMV), sowie das Herpes Simplex Virus (HSV) und ist aufgrund ihrer Unvollständigkeit inzwischen nicht mehr zeitgemäss.



Heute werden daher zahlreiche weitere Infektionen unter dem Begriff TORCH angeführt:

  • Toxoplasmose
  • Other (andere): Treponema pallidum (Syphilis), Hepatitis B,
  • Hepatitis E, Coxsackie Virus, Eppstein-Barr Virus (EBV),
  • Parvovirus B19, Varizella-Zoster Virus uvm.
  • Rubella
  • Cytomegalievirus (CMV)
  • Herpes Simplex Virus (HSV)

Obwohl es sich teilweise um chronische Infektionen handelt, verlaufen sie bei ansonsten gesunden Erwachsenen in der Regel asymptomatisch. Bei Müttern besteht im Fall einer Primärinfektion während der Schwangerschaft jedoch ein hohes Übertragungsrisiko auf den Embryo, häufig mit verheerenden Auswirkungen für das ungeborene Kind. Im Fall von Sekundär- oder reaktivierten Infektionen ist das entsprechende Risiko jedoch als gering anzusehen.

TORCH-Screening

In der heutigen Klinik ist TORCH-Screening ein vielfach angefordertes Testspektrum zur Untersuchung von Säuglingen und schwangeren Frauen auf kongenitale, perinatale und neonatale Infektionen. Hierbei bestimmen die Krankengeschichte der Patientin, besondere Risikofaktoren, sowie nationale Bestimmungen die diagnostische Vorgehensweise. Hauptsächlich erfolgen die Tests während des ersten Schwangerschaftstrimesters, können bei Verdacht jedoch auch an Neugeborenen durchgeführt werden. Im Fall der meisten TORCH-Pathogene basiert das anfängliche Screening auf dem Nachweis spezifischer Antikörper. Ziel der TORCH-Diagnostik ist die Bestimmung des Immunstatus der Mutter, um eine Unterscheidung zwischen akuten und vergangenen Infektionen während der Schwangerschaft zu ermöglichen. Anamnese und pränatales Screening spielen eine wichtige Rolle bei der Vermeidung vertikal übertragener Infektionen.

Serodiagnostik

Heute sind zahlreiche sensitive und spezifische kommerzielle Tests zur serologischen Diagnose dieser Erkrankungen erhältlich. Die Hauptherausforderung in der Serodiagnostik besteht jedoch in der Kombination einer hohen Sensitivität und Spezifität, zweier essenziell gegensätzlicher Eigenschaften. Für eine hohe Sensitivität sind ein früher Infektionsnachweis, sowie die Erkennung aller pathogenen Varianten unerlässlich. Andererseits wird eine hohe Spezifität zur Vermeidung von Unsicherheiten und bestätigender Nachtests benötigt.


Innovative Elecsys® Assays für eine hohe Testeffizienz

Elecsys® Toxo IgM

  • Frühe Erkennung einer Serokonversion durch direkt markierte, rekombinante Antigene
  • Weniger persistierende IgM-AK
  • Hohe Sensitivität bei akuten Infektionen

Elecsys® Toxo IgM

Elecsys®  Toxo IgG + Avidität

  • Erster auf rekombinantem Surface Antigen 1 basierender Test (früher bekannt als p30)
  • Weiter Messbereich: 0,125 – 650 IU/ml
  • Starke Diskriminierung zwischen positiven und negativen Ergebnissen
  • Hohe Präzision: gesamt Impräzision < 10%

Elecsys®  Toxo IgG  

Elecsys®  Toxo IgG Avidität

Elecsys® Syphilis

Frühe und sichere Detektion reduziert das Übertragungsrisiko durch

  • 100% klinische Sensitivität in Proben aus allen Stadien der Krankheit
  • Indirekten Nachweis der Antigene TpN15, TpN17 und TpN47
  • Hohe Serokonversions-Sensitivität

Elecsys® Rubella IgM und IgG

  • Basierend auf rekombinanten Rubella virus-like particles (RLP)
  • Geringe Interferenz durch Rheumafaktoren
  • Hohe klinische Sensitivität und Spezifität
  • Geringere Reaktivität gegen persistierende IgM-AK

Elecsys® Rubella IgM

Elecsys® Rubella IgG

Elecsys®  CMV IgG, IgM und Ig Avidität

  • Hohe klinische Sensitivität und Spezifität
  • Weniger persistierende IgM-AK
  • Messbereich von 0.25 – 500 U/ml beim CMV IgG Test

Elecsys® Herpes Simplex IgG 1/2

  • Spezifische Detektion von HSV1 und HSV2
  • Hohe Spezifität > 99,6 %

Rekombinante Technologie

  • Selektive Produktion der wichtigsten immunogenen Antigene
  • Kombination spezifischer Antigene
  • Reproduzierbare Herstellung der gewünschten Proteine