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Therapeutisches Drug-Monitoring (TDM)

Mit TDM zu einer effektiven und sicheren medikamentösen Behandlung

heart Failure

Beim Einsatz von Arzneimitteln mit einer geringen therapeutischen Breite – d.h. mit einem geringen Abstand zwischen wirksamen und toxischen Konzentrationen – ist das therapeutische Drug-Monitoring (TDM) unerlässlich. Es ermöglicht eine individuell angepasste Medikamentendosierung.

Die TDM-Einsatzgebiete

TDM wird nicht nur bei Arzneimitteln mit einer geringen therapeutischen Breite angewendet, sondern auch bei Medikamenten mit einer schlecht vorhersagbaren Beziehung zwischen Dosis und Plasmakonzentration. Zudem kommt TDM bei Arzneimitteln zum Einsatz, bei denen sich die Wirksamkeit mit Hilfe von klinischen Methoden nur schwer bestimmen lässt. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Überwachung der Compliance bei Patienten, die anscheinend nicht auf eine Therapie ansprechen.

Das TDM-Portfolio von Roche Diagnostics umfasst ein breites Spektrum aller wichtigen Arzneimittel, die einer Überwachung bedürfen. Diese lassen sich in folgende sieben Kategorien unterteilen.

TDM-Portfolio

Das TDM-Portfolio von Roche Diagnostics umfasst ein breites Spektrum aller wichtigen Arzneimittel, die einer Überwachung bedürfen. Diese lassen sich in folgende sieben Kategorien unterteilen:

Immunsuppressiva

Immunsuppressiva werden häufig bei Transplantationspatienten zur Vermeidung von Abstossungsreaktionen eingesetzt. Bei der immunsuppressiven Therapie kommt es auf das richtige Gleichgewicht der Dosierung an, da subtherapeutische Bereiche Abstossungsreaktionen des Transplantats nicht verhindern und supratherapeutische Bereiche das Infektionsrisiko erhöhen können.
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Antiarrhythmika

Bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen werden Antiarrhythmika angewendet, um den Herzrhythmus oder die Herzfrequenz zu regulieren. Das am häufigsten überwachte Arzneimittel in dieser Klasse ist Digoxin, da die gleichzeitige Gabe diverser anderer Medikamente entweder zu einer Digoxin-Toxizität führen oder aber die Plasmakonzentration von Digoxin verringern kann.1

Antiepileptika

Besonders bei den älteren Therapien treten in der Serumkonzentration von Antiepileptika grosse interindividuelle Variationen auf. Dies ist auf Unterschiede in den pharmakokinetischen Eigenschaften zurückzuführen und führt zu bedeutenden Schwankungen beim Ansprechen auf die Therapie. Ein TDM ist bei diesen Medikamenten deshalb zwingend erforderlich.2

Antiasthmatika

Theophyllin ist ein Bronchodilatator, der seit über 60 Jahren für die Behandlung von Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung eingesetzt wird und noch weit verbreitet ist. Aufgrund seiner geringen therapeutischen Breite ist ein Monitoring unerlässlich.

Antibiotika

Viele der routinemässig eingesetzten Antibiotika haben eine grosse therapeutische Breite und erfordern kein Monitoring. Es gibt allerdings einige Ausnahmen mit geringer therapeutischer Breite, die in toxischen Konzentrationen irreversible Schädigungen verursachen können. Hier ist ein engmaschiges Therapiemonitoring erforderlich.

Analgetika

Einige Analgetika wie z.B. Acetaminophen und Salicylat sind rezeptfrei und finden breite Anwendung in der Schmerzlinderung.3 Bei diesen wird die Konzentrationsbestimmung hauptsächlich bei Verdacht auf Überdosis, Toxizität oder Missbrauch angefordert.

Arzneimittel, die mit dem Roche TDM-Portfolio überwacht werden können:

  • Antiarrhythmika: Digoxin, Digitoxin, Lidocain, NAPA, Procainamid, Chinidin
  • Antiepileptika: Carbamazepin, Phenytoin, Freies Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Valproinsäure (VPA), Freie VPA
  • Antiasthmatika: Theophyllin
  • Antimanika: Carbamazepin, Lithium, VPA, Freie VPA
  • Antibiotika: Amikacin, Gentamicin, Vancomycin, Tobramycin
  • Immunsuppressiva: Cyclosporin, Mycophenolsäure, Tacrolimus, Sirolimus (in Entwicklung), Everolimus (in Entwicklung)
  • Analgetika: Acetaminophen, Lidocain, N-Acetylprocainamid, (NAPA), Salicylat

Literatur

1 Jeong, H., Kaplan, B. (2007). Therapeutic monitoring of mycophenolate mofetil. Clin J Am Soc Nephrol 2, 184–191.

2 Novartis. Sandimmune package insert. Available at: www.accessdata.fda.gov/drugsatfda_docs/label/2010/050625s048,050573s034,050574s042lbl.pdf [Accessed September 18, 2012]

3 Aspeslet, L.J., Yatscoff, R.W. (2000). Requirements for therapeutic drug monitoring of sirolimus, an immunosuppressive agent used in renal transplantation. Clin Ther 22 Suppl B, B86–B92