Anämien

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Anämie liegt uns im Blut. Wir unterstützen Sie in allen Belangen der Diagnostik.

Umfassendes Anämie-Portfolio

Hämatologischer Status

 

  • Erythrozytenzahl
  • Hämoglobin
  • Hämatokrit
  • MCV
  • MCHC
  • Retikulozytenzahl und Hämoglobinisierung (NRBC)

(Hämatologische Tests sind über die Roche-Hämatologie-Plattform verfügbar)

…für die primäre Anämie-Diagnose

Eisenstatus


 

  • Eisen (CC)
  • UIBC (CC)
  • Ferritin (HIA/Elecsys®)
  • Transferrin (HIA)
  • Löslicher Transferrin-Rezeptor (HIA)
  • Ceruloplasmin (HIA)
  • Haptoglobin (HIA)

…für die Differenzial-Diagnose von Eisenmangel-Anämie

Vitaminstatus und antioxidatives Potenzial

 

…zur Bestätigung metabolischer Anämie


MCV = mittleres Zellvolumen; MCHC = mittlere korpuskuläre Hämoglobinkonzentration; NRBC = kernhaltige Erythrozyten; CC = klinische Chemie; HIA = homogene Immundiagnostik; Elecsys = heterogene Immundiagnostik; UIBC = ungesättigte Eisenbindungskapazität


Anämie2

Anämie...

...ist eine global häufig vorkommende «Blutarmut»
...bezeichnet niedrige Konzentrationen von Hämoglobin im Blut
...kann verschiedene Ursachen haben; die häufigste Ursache ist ein Eisenmangel
...betrifft häufig Frauen im gebährfähigen Alter und Kleinkinder


Hauptsymptome

Reichen von vollkommen asymptomatisch bis zu starkem Schwächegefühl, Müdigkeit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen sowie geringer körperlicher Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit in unterschiedlichem Ausmass.

 

Einteilung der Anämien


Drei Hauptkategorien zur funktionalen Einteilung der Anämien, basierend auf dem grossen Blutbild und der Morphologie der Erythrozyten:

Hypoproliferative Anämie

Gestörte Produktion im Knochenmark:

  • Häufigster Anämietyp (75 % aller Fälle)
  • Meist aufgrund leichten oder mässigen Eisenmangels oder chronischer Entzündung

Reifungsstörung
 

Gestörte Ausreifung der Erythrozyten (ineffektive Erythropoese):

  • Zytoplasmatische Reifungsstörungen, verbunden mit Mikrozytose und Hypochromasie, aufgrund schweren Eisenmangels oder von Anomalien bei der Globin- oder Hämsynthese
  • Nukleäre Reifungsdefekte, verbunden mit Makrozytose, verursacht durch z. B.
    Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel

Reduziertes Überleben der Erythrozyten

(Blutverlust/Hämolyse)


Anämie: Ein globales Problem der öffentlichen Gesundheit


Rund 25 % der Weltbevölkerung sind betroffen, höchste Prävalenz bei Kleinkindern und Schwangeren:





Anämie ist ein globales Problem der öffentlichen Gesundheit, von dem die Bevölkerungen in reichen und armen Ländern betroffen sind.

Einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die Prävalenz von Anämie aus dem Jahr 2008 zufolge sind 1,62 Milliarden Menschen weltweit von Anämie betroffen. Dies entspricht 24,8 % der Weltbevölkerung.



Ursachen der Anämie sind breitgefächert


Anämie kann aufgrund vielfältiger Ursachen entstehen, die zwar unabhängig voneinander sein können, aber meist gleichzeitig auftreten.

Anämie1


Global ist der wichtigste Beitragsfaktor zum Auftreten von Anämie Eisenmangel – daher Eisenmangel-Anämie (IDA).

Allgemein wird davon ausgegangen, dass 50 % der Anämiefälle auf Eisenmangel zurückzuführen sind. Dabei kann dieser Anteil je nach Bevölkerungsgruppe und Region in Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten variieren.


Eisenmangel-Anämie und Anämie werden oft austauschbar verwendet. Die Prävalenz von Anämie wird zudem häufig als Indikator für Eisenmangel-Anämie verwendet.

Die wichtigsten Risikofaktoren für Eisenmangel-Anämie umfassen:

  • geringe Eisenaufnahme
  • schlechte Eisenresorption aus an Phytat- und Phenolverbindungen reicher Ernährung und Lebensphasen, in denen der Eisenbedarf besonders hoch ist, d. h. Wachstum und Schwangerschaft


Zu den weiteren Anämie-Ursachen gehören:

  • Schwerer Blutverlust aufgrund der Menstruation (Menorrhagie) kann zu einem niedrigeren Hämoglobingehalt (Hb) im Blut führen.
  • Dies trifft auch auf Infektionskrankheiten wie Malaria, HIV und Tuberkulose, parasitäre Infektionen wie Haken- und Spulwürmer und Bilharziose und chronische Krankheiten einschliesslich entzündliche Darmkrankheiten und Krebs zu
  • Auch anderer Mikronährstoffmangel, u. a. der Vitamine A und B12, Folat, Riboflavin und Kupfer, kann das Anämie-Risiko erhöhen
  • Darüber hinaus können genetische Defekte mit Auswirkungen auf die Anämie-Prävalenz in bestimmten Bevölkerungsgruppen berücksichtigt werden (beispielsweise Hämoglobinopathien oder Sichelzellenanämie)



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  • http://accessmedicine.mhmedical.com/content.aspx?bookid=331&sectionid=40726843;Chapter 105:Megaloblastic anemias