Nierenerkrankungen 

 
 

Kliniker und Hausärzte sind gleichermassen oft mit Nierenerkrankungen konfrontiert. Insbesondere die diagnostische Abklärung von Ödemen und Hämaturie stellt den Mediziner vor Herausforderungen. Etwa 40 % aller Nierenerkrankungen sind auf >Diabetes mellitus zurückzuführen (1, 2).

Chronisches Nierenversagen bezeichnet einen seit mindestens drei Monaten bestehenden und bioptisch, durch entsprechende Marker oder durch eine glomeruläre Filtrationsrate unter 60 mL/min/1,73 m2 abgeklärten Nierenschaden (2).
Bei frühzeitiger Entdeckung und adäquater Behandlung kann die Progression eines chronischen Nierenversagens verzögert oder sogar gestoppt werden. Oftmals manifestiert sich das chronische Nierenversagen als Begleiterkrankung eines Diabetes oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.  Das chronische Nierenversagen stellt anerkanntermassen einen Risikofaktor für die Gesamtmortalität und Herz-Kreislauferkrankungen dar (3-5).

Herausforderungen

  • Einer systematischen Durchsicht der globalen Fachliteratur zufolge liegt der Median der Prävalenz für das chronische Nierenversagen bei Personen ab dem 30. Lebensjahr bei 7,2 %. Bei Personen ab dem 64. Lebensjahr variiert die Prävalenz für das chronische Nierenversagen zwischen 23,4 % und 35,8 % (6).
  • In den USA sind knapp 8 Millionen Bürger (etwa 4 % der erwachsenen Bevölkerung) von einem Verlust der Nierenleistung von mehr als 50 % betroffen, bei weiteren 6 % liegt eine persistierende Proteinurie vor. Die Anzahl der vom chronischen Nierenversagen betroffenen Patienten wird auf knapp 20 Millionen (etwa 11 % der erwachsenen Bevölkerung) geschätzt (2, 7).

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